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Liebe Unterstützer,Freunde und Familie

 

dieser vorletzter Rundbrief kann schon als ein kleiner Rückblick auf mein ganzes Jahr gesehen werden.

Ein paar Themen aus dem Reiseführer `Lonely Planet` haben mich inspiriert und ich habe ein paar Fakten daraus übernommen um euch von meinem Leben, den Orten, in denen ich mich schon lange nicht mehr als Fremde oder Tourist fühle und südafrikanische Eigenarten zu erzählen.

Weniger berichte ich über Gefühle, weil ein kleines Chaos in mir herrscht. Die Vorfreude auf Deutschland, meine Heimat, das traurige Abschiednehmen hier in Südafrika und die Berichte derer die seit zwei Wochen wieder in Deutschland sind. Diese unterschiedlichen Gefühle mischen sich im Moment und es fällt mir schwer sie auseinander zu halten, darüber zu stehen und klar darüber zu reden. Es ist anscheinend mal wieder eine Phase die dazugehört.

Ich genieße es aber auch: mir vorzustellen meine Freunde und Familie wieder zu umarmen, versuchen den kleinen Kids zu erklären, dass ich für lange Zeit nicht mehr zurückkommen werde, die neuen Volunteers einzuarbeiten und einfach merken wie schön und wertvoll die letzten 12 Monate hier in Kenosis für mich waren.

 

 

 

„ Das einzig Wichtige im Leben

sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.“                

 

Albert Schweitzer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PIETERMARITZBURG mit ungefähr 457 000 Einwohner

Meine Stadt, in der ich mich immer noch nicht 100% mit den Straßennamen auskennen, sie mir jedoch in jeder Jahreszeit gefällt und ich gelernt habe mich umzusehen und sie viele schöne Plätzte bietet.

 

PMB (liebevolle Abkürzung), KwaZulu- Natals Verwaltungs- und Regierungshauptstadt, bezeichnet sich selbstbewusst als Kulurerbestadt.

Die prachtvollen historischen Gebäude stammen noch aus jener Zeit, als man hier Tropenhelme trug und vor dem Mittagessen einen Martini schlürfte.

Die Stadt ist tagüber sehr lebhaft. Die große Zulugemeinde setzt malerische Akzente und die indische Gemeinde bringt einen Hauch ihrer Heimat in die geschäftigen Straßen bei.

Das Zentrum ist liebenswert gammelig, die Vororte jedoch grün und ruhig.

Bedauerlicherweise leidet Pietermaritzburg dank seiner ungünstigen Lage in eienr Senke unter Smog.

 

DURBAN mit 3,5 Mio Einwohner

Die Stadt, wo ich mit Freunden beim Sonnenuntergang mit Kleidung im indischen Ozean gebadet habe.
East Coast Radio 94,95 FM- Durban`s Nr. 1, der Sender der tagein tagaus und zu jeder Tageszeit und meistens zu laut aus unsere Musikanlage klingt.

 

Durban ist wie ein halbstarker Jugendlicher: anspruchsvoll, ungestüm und wankelmütig.

Südafrikas drittgrößte Stadt ( auf Zulu eThekweni genannt) erstreckt sich entlang einem goldenen Sandstreifen.

Die Beachfront mit ihren über Kilometer hinziehenden Hotelburgen und Snackbars ist ein Markenzeichen der Stadt.

 

 

SOWETO

Richtigstellung vom letzten Rundbrief:
Soweto ist nicht das weltgrößte Township.

 

Kein anderes Township Südafrikas hat eine so große politische und historische Bedeutung wie Soweto. Es ist das von Problemen und Unruhen am stärksten heimgesuchte Township.

Seit einiger Zeit durchläuft Soweto einen Prozess der Selbstfindung und beschäftigt sich intensiv mit seienr Vergangenheit, gegenwart und Zukunft.

Und so verändert Soweto sein Gesicht- und mit ihm seine 2.3 Mio (die offizielle Zahl) bis 4 Mio (so die Schätzungen in Soweto selbst) Einwohner.

 

 

ENGLISCH in Südafrika

Mein Englisch hat sich zwar nicht so verbessert wie ich es mir gewünscht hatte, trotzdem habe ich mir viele Wörter angewöhnt und merke manchmal nicht mehr wenn sie sich bei einer deutschen Unterhaltung einschleichen.

 

Während der langen Zeit, die es in Südafrika schon gesprochen wird, hat sich das Englisch hier ganz schön verändert.

Der Wortschatz orientiert sich eher am britischen, als am amerikanischen Englisch („Aufzug“ heißt z.B. „lift“ und nicht „elevator“, Benzin ist „petrol“ und nicht „gas&ldquo.

Daneben gibt es aber auch viele Einflüsse aus den Sprachen der einheimischen Bevölkerung, etwas aus Zulu oder Xhosa.

Die Wiederholung als Mittel der Betonung zählt dazu: Dinge an denen man sich verbrennen kann sind „hot hot“ und nach einem kräftigen Regen sind die felder „green green“; ein Minibus, in dem kein Zentimeter mehr frei ist, gilt als „full full“ –und so weiter.

 

FEIERTAGE
Die uns das ein oder andere lange Wochenende und somit die Chance gegeben haben aus Kenosis rauszukommen und Südafrika zu erkunden.

 

Nach den Wahlen im Jahr 1994 ging bei den Feiertagen alles drunter und drüber. Der offiziel nicht beachtete, doch häufig gefeierte Soweto- Tag zur Erinnerung an die Unruhen in Soweto wird jetzt als Tag der Jugend bezeichnet.

Folgende Feiertage werden heute wieder regelmäßig begangen:

 

Neujahr                                                1. Januar          Tag der Frauen             9.August

Tag der Menschenrechte                       21. März          Versöhnungstag            16. Dezemebr

Tag der Familie                                     17. April

Tag der Verfassung (Freiheitstag)          27. April

Tag der Arbeit (Soweto-Day)   1. Mai

Tag der Jugend                                     16. Juni

 

FRAUEN UNTERWEGS- Verhalten gegenüber Frauen

 

Man bekommt viel Aufmerksamkeit als Frau, oft wird uns hinterhergepfiffen, ein ´I love you`über die Straße gerufen- doch meistens ignoriere ich es und lache über die südafrikanische Dreistigkeit.

 

Sexismus ist unter südafrikanischen Männern, egal welche Hautfarbe, relativ weit verbreitet. Selbstverständlichkeiten wie die Gleichheit der Geschlechter sind für viele Männer immer noch ein Fremdwort. Frauen werden meist „Ladies“ gennant, beim Sport auch als „Girls“ bezeichnet.

Insgesamt gesehen hinkt die südafrikanische Gesellschaft in ihren Ansichten um Jahrzente hinter denen der meisten Länder der ersten Welt hinterher.

Durch die vielen unterschiedlichen Kulturen unterscheidet sich das Leben der Frauen von Region zu Region sehr stark. In den traditionellen schwarzen Kulturen haben die Frauen oft einen schweren Stand, doch es ändert sich glücklicherweise vieles, nicht zuletzt dadurch, dass eine erstaunlich hohe Zahl an Mädchen die Schule besuchen darf (während die Jungs arbeiten gehen müssen).

 

DROGEN

Dagga ( Marihuana; ausgesprochen: Dacha) ist zwar illegal, aber leicht zu bekommen. Auf dem Konsum und den Besitz stehen hohe Strafen, doch die Zahl der Konsumenten ist hoch.

Das südafrikansiche Rechtssystem macht übrigens keinen Unterschied zwischen weichen und harten Drogen.

 

 

 

 

 

GESCHWINDIGKEITSBEGRAENZUNG

Jedes mal kommen neidische Blicke, wenn ich von der `Autobahn` ohne Geschwindikeitsbegränzung erzähle.
Es werden viele `big cars`gefahren, jedoch können sie nicht zum schnell fahren genutzt werden, sondern dienen nur als Statussymbol.

 

In Südafrika beträgt die Höchstgeschwindigkeit außerhalb der Städte 100 km/h und auf den meisten Highways liegt sie bei 120 km/h- was die meisten Fahrer aber ignorieren.

In Städten leigt die Begränzung meist bei 60 km/h.

 

 

MINIMUS-TAXI

Für mich das normalste und oft einzige Transportmittel. Für alle anderen weißen Südafrikanern etwas, was sie nie betreten würden.

 

Minibus- Taxis fahren praktisch überall- innerhalb von Städten, zu den Vororten und den Nachbarstädten.

Sie starten allerdings erst, wenn alle Plätze (bis zu 15 Sitzplätze) besetzt sind. Den Fahrpreis zahlt man besser in Münzen. Man reicht das Geld (den eigenen Anteil und das Geld der Passagiere, die um einen herumsitzen) nach vorne durch. Auf dem Klappsitz an der Tür sitzt der Assisstent des Fahrers, der das Geld entgegennimmt und die Tür öffnen muss, wenn neue Fahrgäste ein- und aussteigen.

 

 

TRADITIONELLE MEDIZIN
Unsere Kinder tragen `gesegnete`grüne gekordelte Bänder um ihre Hüften und die Pflegemütter warnen uns davor draußen im dunkeln zu laufen, da man aus weißen Köpfen gute Muti (Medizin) machen kann.

 

Schätzungen zufolge verlassen sich in Südafrika 85% der

Bevölkerung ganz oder Teilweise auf traditionelle Medizin. In Südafrika dürfte es rund 200 000 traditionelle Heiler (im Vergleich zu 20 000 westliche Mediziner) geben.
Doch diese Art von Heilkunst hat auch ihre Schattenseiten: Tötungen von Menschen, um Teile ihres Körpers zu medizinischen Zwecken verwenden, kommen auch heute noch vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ESSEN,TRINKEN& ALLGEMEINE INFORMATIONEN

 

A
ANC- Afrikanischer Nationalkongress, nationale demokratische Organistaion die 1912 zur Repräsentation der schwarzen Bevölkerung gegründet wurde
Aamadumbe- eine jamsähnliche Kartoffel, Grundnahrungsmittel in KwaZulu-Natal

 

B
Bakkie- Pick-up-Truck
Bantu- wörtlich “Volk”; der Begriff wurde in der Zeit der Apartheid als abschätzige Bezeichnung für Schwarze verwendet.
Big Five- Löwe, Leopard, Elefant, Büffel, Nashorn…….
Biltong- getrocknetes (Salz) Fleisch
Braai- ein häufig zelebriertes Grillfest, bei dem Fleisch über offenem Feuer zubereitet wird (Afrikaans)

 

C
Coloureds- Begriff aus der Zeit der Apartheid, die weder zu den Weißen noch zu den Schwarzen oder den Asiaten zählen
Cooldrink-  Softdrink in einer Dose

 

D
Dagga- Marihuana

 

G
Gogo- Großmutter (Zulu)

 

H
Homelands- Für die Schwarze Bevölkerung während der Apartheid eingerichtete Gebiete

 

I
Impi- Zulukrieger

 

K
Kingklip- ausgezeichneter Speisefisch mit festem Fleisch, der meist gebraten wird- er ist der beliebteste Speisefisch Südafrikas
Kraal- umzäuntes rundes Gelände für Kühe (Zulu)

 

L
Lekker- sehr gut, lecker oder köstlich (Afrikaans)

 

M
Muti- Traditionelle Medizin

 

N
Ngiabonga- Danke (Zulu)

 

P
Phutu- ein Zulu-Gericht aus krümeligen Maisbrei

 

 

R
Rikki- kleiner gelber offener Lieferwagen, der in Kapstadt als öffentliches Verkehrsmittel eingesetzt wird
Rooibos- Rooibus heißt wörtlich übersetzt „roter Busch“- der Kräutertee hat therapeutische Wirkung

 

S
Sangoma- Traditioneller Heiler, Medizinmann (Zulu)
Samoosa- scharfes indisches Gebäck

 

T
Telekom- Nationaler Telekommunikationsanbieter

 

V

Vension- Wild bedeutet in Südafrika meistens Antilopenfleisch (normalerweise Springbok oder Impala, selten auch Gnu)

Vielen Dank- an euch, meine Untertsüzter die dazu beigetragen haben, dass ich ein Jahr in Kenosis, Südafrika verbingen konnte.

 

Eure Kathi

 

 

 

 

 

 

„ Das einzig Wichtige im Leben

sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.“      

 

Albert Schweitzer

 

 

15.8.07 16:05
 


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